Bär macht Mut

„Hallo, liebe Ruderkameraden,

es ist bestes Ruderwetter, aber die Bootshäuser sind geschlossen, obwohl Boden- und Titisee, Main, Donau und Rhein geradezu einladen, die Boote zu besteigen. Auch auf dem Neckar vor dem Bootshaus meiner Ruderschwaben in Heilbronn ist kein Rudern erlaubt. Das tut weh, denn für uns ist Rudern die schönste Nebensache der Welt. Manchmal gibt es Phasen im aktiven Leben eines Ruderathleten oder einer Ruderathletin, da kann man einfach nicht rudern, aus verschiedenen Gründen. Meist sind es medizinische Gründe. Solch ein Grund ist es, wenn auch indirekt, derzeit ebenfalls, nur dass wir alle in gleicher Weise davon betroffen sind. Wenn ich zur Arbeit fahre, sehe ich den Neckar und denke oft, wie schön es jetzt doch wäre zu rudern. Egal, in welchem Boot. Viele von euch haben im Winter hart trainiert und würden nun gerne zu den Regatten fahren, die aber nicht stattfinden. Die Wanderruderer haben, wie ich gehört habe, ihre ersten Wanderfahrten ebenfalls abgesagt. Beeindruckt war ich, als ich las, wie viele Junioren und Juniorinnen zuhause auf dem Ergo in der Küche, auf dem Balkon, in der Garage oder im Garten trainieren! Toll, dass ihr euch die Lust nicht nehmen lasst und einfach Freude an der Bewegung habt, auch ohne konkrete Wettkampftermine. Ich denke an euch und drücke euch die Daumen, dass es bald wieder losgeht!“


Carina Bär ist nach dem Studium der Medizin in Bochum und zwei Jahren Berufserfahrung in der HNO in Dortmund nun angestellte Internistin in der Klink für Allgemeine Innere und Psychosomatik des Uniklinkums Heidelberg. Dort absolviert sie ihre 5-Jährige Facharztausbildung.

(Foto: Bär)

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