Der Landesrudertag 2018

Der Erdbeerkuchen auf der Bootshausterrasse war der heimliche Höhepunkt des Landesrudertags 2018 beim Tübinger Ruderverein „Fidelia“. Die Abgesandten der baden-württembergischen Rudervereine mochten gar nicht so schnell weg aus der Pause und damit aus der Frühlingssonne heraus und wieder hinein in den Vereinssaal der Fidelia.

Die verpasste Ruderausfahrt an diesem 14. April war dann auch ein gern genommenes Nebenthema der Ruderer bei diesem Landesrudertag, sehnsuchtsvoll streiften Blicke den nahen und an dieser Stelle schmalen Neckar. Doch nicht Schlagzahl und Streckenlänge bestimmten den Tag, sondern ein gut gefülltes Programm von Eröffnung bis Verabschiedung wollte abgearbeitet werden. Es wurde über aktuelle Ruder-Themen diskutiert und neue Verbandsfunktionäre in den erweiterten Vorstand gewählt. 

Ehrengäste waren Elvira Menzer-Haasis, Präsidentin des Landessportverbandes Baden-Württemberg und Siegfried Kaidel, Vorsitzender des Deutschen Ruderverbandes. Beide waren Teil einer Frage/Antwort-Runde und standen auch für persönliche Gespräche zu Verfügung. Siegfried Kaidel bezeichnete den Landesruderverband Baden-Württemberg als „Vorzeige-Verband“, was der LRVBW-Vorsitzende Uwe Gerstenmaier gerne aufgriff. „Wir als Sportler müssen dagegenhalten!“, sagte Gerstenmaier und meinte damit aber nicht das schöne Kompliment aus der DRV-Zentrale, sondern das Engagement von LSV-Präsidentin Elvira Menzer-Haasis, den sog. „e-sport“ nicht in die Sportbünde aufzunehmen. 
Neben dem vergangenen und dem zukünftigen Haushalt des Landesruderverbands waren die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), Leichtgewichtsrudern und die Spitzensport-Strukturreform die großen Themen des Landesrudertags. Bei der Umsetzung der DSGVO in den Vereinen zeigten sich große Unterschiede in Kenntnis und Umsetzung dieses neuen und sehr komplexen Gesetzes. Es wurde von vielen Delegierten der Wunsch nach Unterstützung durch die Sportbünde geäußert und dass man diese vereins- und ehrenamtsfreundlich auslegt und den Aufwand zur Einhaltung im Verein reduziert – Inzwischen hat der Badische Sportbund Nord das Thema in seinem neusten Newsletter ausführlich wiederaufgelegt.

Werner Rudolph, bis dato Ressortleiter Wanderrudern, Breitensport und Umwelt, gab einen großen Teil seine Amtsarbeit an Wolfdietrich Jacobs (Karlsruher Rheinklub Alemannia) weiter. Beim Tagesordnungspunkt 10, „Ehrungen“, bekam Werner Rudolph zusammen mit seiner Frau Renate, die sich für die LRVBW-Bekleidung verantwortlich zeigte, die Verbandsnadel mit goldenem Kranz überreicht.

Neue Talentsichter des LRVBW ist Stephan Schrade (Ruderverein Esslingen), neuer Doping-Beauftragter ist Dr. Johannes Kirsten (Ulmer Ruderclub Donau). Stefan Weißling (Mannheim), frisch gewählter Leiter des baden-württembergischen Landesruderjugend stellte sich vor und Christian Knab (Vorsitzender Leistungsport) hielt einen kurzen Vortrag zur aktuellen Situation im Nachwuchsleistungsport und den für die Athletinnen und Athleten schwierigen zu gestaltenden Übergang von der Junioren- zur Seniorenklasse.

Nägel mit Köpfen wurde abschließend bei der Verteilung der kommenden Landesrudertage gemacht, nun sind diese begehrten Ausrichtungen bis enschließlich 2024 vergeben! 2020 empfängt der Ruderclub Undine Radolfzell am Bodensee, 2022 der Ruderclub Nürtingen am Neckar und 2024 wird die Rudergesellschaft Eberbach nordbadischer Gastgeber der Delegiertenversammlung des LRVBW sein.


Das Bild zeigt v.l. Judith Berger (Ehrenmitglied LRVBW), Elvira Menzer-Haasis (Präsidentin LSV), Siegfried Kaidel (Vorsitzender DRV) und Uwe Gerstenmaier (Vorsitzender LRVBW) auf der Bootshausterrasse in Tübingen


Text und Foto: Hannes Blank

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