Verdienter Beifall für die RG Eberbach

Der Badische Sportbund Nord e.V. hat am Montagabend des 11. Juni die Sieger des Vereinswettbewerbs „Talentförderung im Sport“ geehrt. Zehn Vereine erhielten eine Auszeichnung für ihre exzellente Nachwuchsförderung im Leistungssport, zwei Vereine erhielten den Anerkennungspreis der Jury.

Die Idee des Vereinswettbewerbs ist, Vereine zu unterstützen, die junge Menschen mit durchdachten und nachhaltigen Konzepten zum Leistungssport führen, um sie bis in die nationale Spitze zu fördern. Ziel ist es also, nicht einzelne Athleten für einzelne Leistungen zu ehren, sondern explizit das Netzwerk aus Funktionären, Trainern und Sportlern. 
„Wir möchten jene Vereine auszeichnen, denen es besonders gut gelingt, Kinder und Jugendliche zu sichten, zu rekrutieren und selbst auszubilden, um sie für nationale Meistertitel und den Einsatz in deutschen Nationalmannschaften zu qualifizieren“, erläuterte BSB-Vizepräsident Claus-Peter Bach. „Mit ihrer vorbildlichen Nachwuchsarbeit sind sie die Leuchtturmprojekte des Spitzensportlandes Baden-Württemberg.“

Als Unterstützung erhielten die zehn Siegervereine eine Förderung über je 3.000 Euro, die zweckgebunden der Nachwuchsarbeit in den Vereinen und Abteilungen zu Gute kommen muss. Einen Anerkennungspreis von je 1.500 Euro erhielten weitere zwei Vereine, die im „Perspektivkader“ mit ausgezeichneten Konzepten auf einem vielversprechenden Weg sind. Untermalt wurde die Ehrung durch Programmeinlagen der Nachwuchs-Gewichtheber des Kraftwerk Schwarzach unter der Leitung von Oliver Caruso.


Aus der Laudatio auf die RG Eberbach:

Der 1899 gegründete Ruderverein mit 217 Mitgliedern und rund 20 Prozent Jugendlichen im Wettkampfsport hat ganz aktuell auf sich aufmerksam gemacht, weil Philip Thein aufgrund seines Auftretens bei der internationalen Hügelregatta in Essen zur Kleinbootüberprüfung des Deutschen Ruder-Verbandes nach Ratzeburg eingeladen wurde, wo die Plätze in den Nationalmannschaftsbooten der U23 vergeben wurden. Fünf Trainerinnen und Trainer fördern den Nachwuchs, der A-Lizenztrainer und die B-Lizenztrainerin im Leistungssport investieren ehrenamtlich rund 22 Stunden pro Woche in die Betreuung der Talente und weitere 15 Stunden in die Planung, Organisation und Netzwerkarbeit. Bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften U23, U19 und U17 Ende Juni in Köln werden von der RG Eberbach 12 Sportlerinnen und Sportler an den Start gehen – so viele wie noch nie. 2017 wurden 122 Siege bei nationalen und internationalen Regatten gefeiert. Alle Jugendlichen gehen im August erst an den Bodensee zur Vereinsfreizeit und danach zur Jugendwanderfahrt auf die Lahn. Hierbei verschmelzen die Gruppen aus dem Leistungs- und Freizeitsport, hier entsteht Vereinsleben. Für die Fahrten zu Wettkämpfen und Trainingslagern haben die RGE-Rennruderer und ihre Trainer im letzten Jahr etwa 22.000 Kilometer auf den Straßen zurückgelegt. Amelia Böhle hat 2017 rund 3600 Kilometer im Boot gerudert. Die durchschnittliche Trainingszeit pro Woche beträgt zwischen 10 und 18 Stunden, das ist neben den Verpflichtungen in Schule, Uni und Berufsausbildung eine große Belastung, die unseren Beifall verdient.

(Quelle: Badischer Sportbund Nord / Foto: RG Eberbach)

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