Wiederaufnahme des Vereinsports

Nicht nur Pauline Sauter freut sich

Auf der Konferenz der Sportminister (SMK) der Länder am 28.4.2020 gab es für den Vereinssport hoffnungsvolle Ergebnisse.
Die SMK hält eine schrittweise Wiederaufnahme des Sportbetriebs, insbesondere von Sportvereinen, für erforderlich.
Für den Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport ist für uns Ruderer die Empfehlung relevant, Sport müsse an der „frischen Luft“ stattfinden, kontaktfrei durchgeführt und unter Einhaltung von Hygiene- und Organisationsvorgaben durchgeführt werden.

Damit kommt die SMK-Haltung der Handlungsempfehlung des Deutschen Ruderverbandes äußerst nahe, die unter Federführung unseres Verbandsarztes Prof. Dr. Jürgen Steinacker ausgearbeitet wurde und auf den sog. 10 Leitplanken des Deutschen Olympischen Sportbundes beruht.

Einschränkend formulieren die Sportminister, beim Sport müsse ein „ausreichend großer Personenabstand gewährleistet sein (1,5-2 Meter)“. Damit wäre der Einer, wie auch vom Vorstand des Landesruderverband Baden-Württemberg gefordert, möglich, Mannschaftsboote weiterhin untersagt.

Für den Trainingsbetrieb im Leistungssport sind Ausnahmeregelungen für Kadersportler und Training auch an Landesstützpunkten formuliert. Hier aber müssen die konkreten Beschlüsse und Ausarbeitungen nach Beschluss auch der hiesigen Landesregierung abgewartet werden. Dies gilt ebenso für den eingangs erwähnten Bereich des Breitensports.
Die Wiederaufnahme des Wettkampfbetriebs wird von der SMK zu einem späteren Zeitpunkt für sukzessive möglich gesehen. Einschränkend wird auch hierzu erwähnt, dass Mannschaftssportarten hier als letzter Schritt zulässig sein sollen.
(Hier kann ergänzt werden, dass das Ressort Wettkampf des Deutschen Ruderverbandes bereits „Guidelines“ für den Regattabetrieb unter Einschränkungen der Pandemie entwickelt. Hierzu wird auf baldige Veröffentlichungen unter rudern.de verwiesen.)

Voraussichtlich am 30.04.2020 werden die Länder mit der Bundesregierung über diese Empfehlungen der SMK beschließen.

Insgesamt bewertet der Vorstand des Landesruderverbands Baden-Württemberg die Empfehlungen der SMK als ein sehr gutes Zeichen. Sie entsprechen voll und ganz den Vorstellungen des Vorstands, sowohl Gesundheit und Lebensqualität durch (Ruder-) Sport zu ermöglichen, jungen Aktiven wieder Mut zu machen, Motivation zu sichern und andererseits unter Verzicht des Mannschaftsbootes einen gesellschaftlich notwendigen Beitrag hinsichtlich der Unterbindung von Infektionsketten zu leisten.

Weitergehende Forderungen, eben auf ein Rudern im Mannschaftsboot, erachtet der Vorstand aktuell bei gegebenen Rahmenbedingungen und Vorgaben für strategisch unangebracht. Entscheidend ist für den Moment, wieder Leben in unsere Bootshäuser zu bringen.

In der Hoffnung, dass die baden-württembergische Landesregierung den Kurs der SMK mitträgt, sollte Anfang Mai also unser geliebter Rudersport (unter zu beachtenden Auflagen!) wieder möglich sein.

Uwe Gerstenmaier
Vorsitzender



(Foto: Christiane Quirin)

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