LRV Baden-Württemberg > Leistungssport > Berichte > Regatta- und Wettkampfberichte

WU23-WM: Silber für Volk und Kölblin

Mit fünf Athleten, zwei Trainern und einem Trainingswissenschaftler war der LRV Baden-Württemberg auf der U23-Weltmeisterschaft vom 25. bis 29. Juli 2018 im polnischen Poznan vertreten. Die DRV-Mannschaft errang insgesamt sieben Medaillen (5 Silber/2 Bronze) und konnte nach dem desaströsen Abschneiden im Vorjahr wieder Anschluss an die Weltspitze finden.

 

Silber für Janika Kölblin

Die erste Silber-Medaille holten Marie-Christine Gerhardt (Ludwigshafener Ruderverein von 1878) und Janika Kölblin (Stuttgart-Cannstatter Ruderclub von 1910 e.V.) in der ebenfalls neuen WM-Bootsklasse, dem leichten Frauen-Zweier ohne Steuerfrau – trainiert von Steffen Jacob (Stuttgart). Das Duo hängte sich nach dem Start an die Fersen der späteren Weltmeister aus den USA, musste die erfahrenen Riemerinnen aber auf der zweiten Teilstrecke ziehen lassen. Im weiteren Rennverlauf festigten die Beiden ihren zweiten Platz und vergrößerten den Abstand auf den Bronzerang. „Wir haben von Silber geträumt und sind total glücklich, dass es jetzt auch geklappt hat“, freuen sich Janika und Marie-Christine nach dem Rennen. „Wir wollten schauen, wie lange wir mit den US-Amerikanerinnen mithalten können und das hat echt gut geklappt, dafür dass wir erst seit zwei Monaten zusammen im Boot sitzen.“ Bei nur vier gemeldeten Booten ist hinsichtlich der Meldezahlen in Zukunft sicherlich noch Luft nach oben.

Für Kölblin ist diese Silbermedaille die Krönung ihrer bisherigen Ruderkarriere. Bereits im letzten Jahr hatte sie Silber bei der U23 Europameisterschaft gewonnen und bei den deutschen Meisterschaften in diesem Jahr Gold im leichten Riemenzweier und Silber im leichten Doppelvierer gewonnen.

 

Silber für Katrin Volk

Ebenfalls Silber holten am zweiten Final-Tag Sophia Krause (Limburger Club für Wassersport von 1895/1907) und Katrin Volk (Ruderclub Undine Radolfzell) im leichten Frauen-Doppelzweier. Nach einem schnellen Start übernahm das Boot aus Großbritannien die Führung, dicht gefolgt von den Deutschen, Griechen und Italienern. Innerhalb von zwei Sekunden überquerten die ersten drei Boote die 1.000-m-Marke. Als Dritte gingen die Athletinnen von Trainer Frank Decker hinter den nun führenden Italienerinnen und den Britinnen auf die letzte Teilstrecke. Dort bewiesen sie wie bereits im gestrigen Halbfinale ihre Sprintqualitäten, schoben sich in einem spannenden Finish noch an den Briten vorbei und gewannen Silber. „Das Rennen lief total nach Plan. Wir konnten alles umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Vom Start weg sind wir vorne mitgefahren, 600 m vor dem Ziel haben wir dann kontrolliert das Tempo erhöht und konnten noch die Briten abfangen“, freuen sich die neuen Vize-Weltmeisterinnen.

 

B-Finals

Mit etwas Frust im Gepäck nach dem verpassten Finaleinzug, stellte der leichte Männer-Doppelvierer im B-Finale seine Qualitäten nochmals unter Beweis. Paul Eric Magnus (Der Hamburger und Germania Ruder Club e.V.), Melvin Müller-Ruchholtz (Erster Kieler Ruder-Club von 1862 e.V.), Nils Krause (Limburger Club für Wassersport von 1895/1907 e.V.), Fatahi Mahni (Ulmer Ruderclub Donau e.V.) übernahm auf der zweiten Teilstrecke die Führung und verteidigte diese souverän bis ins Ziel. Damit schließt das Quartett die WM als starker Siebter ab.

 

Ihr Talent erneut unter Beweis gestellt hat Lisa Gutfleisch (Heidelberger Ruderklub v. 1872) im Frauen-Einer. Die erst 19-Jährige übernahm vom Start weg die Führung und kontrollierte das Feld aus der Spitze heraus. Mit einer halben Bootslänge Vorsprung gewann die HRK-Ruderin ihr B-Finale verdient und zeigte der Konkurrenz, dass im kommenden Jahr wieder mit ihr zu rechnen ist. „Ich bin super zufrieden mit der Leistung von Lisa. Sie ist der jüngste Jahrgang hier und hat enormes Talent. Die Aufgabe hier war gewaltig und sie hat echt Tolles geleistet“, so ihr Trainer Ralf Kockel.

 

Ersatzmann

Als Ersatzmann war Simon Klüter (Mannheimer Ruder-Verein 'Amicitia' 1876 e.V.) nominiert. Er konnte zur Eröffnung sein Ersatzleute-Rennen klar gewinnen – kam aber während der Weltmeisterschaften nicht zum Einsatz.

 

Text: DRV/Red.

Zurück